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Siek war früher ein normales Bauerndorf wie jedes andere auch. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Autobahn A1 zwischen Hamburg und Lübeck gebaut mit einer Anschlussstelle in Siek. Die Autobahnausfahrt heißt zwar „Ahrensburg“, weil die nächste Stadt Ahrensburg ist, aber die Anschlussstelle liegt nun einmal auf Sieker Gebiet.

Die Hauptstraße in Siek wurde dadurch automatisch Autobahnzubringer, und durch die Folgen des 2. Weltkrieges mit den vielen Flüchtlingen stieg die Einwohnerschaft im Ort rasant an. Die Folge war eine immer stärkere Auslastung der Hauptstraße mit einer ständigen Verschlechterung der Bedingungen für die Landwirtschaft. Bis zum Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts konnten wir unsere Tiere noch über die Autobahnbrücke zu unserer Koppel in Schmalenbek treiben, dann war Schluss. Wenn man mit dem Trecker und Anhänger oder Maschinen auf der Straße fuhr war man gleich ein Verkehrshindernis, es kam nicht selten vor dass sich eine Autoschlange hinter einem bildete.

Der Ausbau der Autobahn in den 80er Jahren hatte auch nichts gebracht, gerade das Gegenteil war der Fall, die Zahl der Autos pro Fahrspur erhöhte sich trotz zusätzlicher Fahrspur in jeder Richtung. Dadurch wurde die Belastung der Sieker Straßen auch immer größer, der Ruf nach einer Verkehrsentlastung wurde lauter. Durch die Kommunalwahl 1986 kamen die SPD und die WSB (Wählergemeinschaft Sieker Bürger) an die Macht in Siek. Sie setzten auf einen Ausbau der Hauptstraße und lehnten eine Umgehungsstraße von Siek kategorisch ab. Die Hauptstraße ist eine Landesstraße von Schleswig-Holstein, der Ausbau hätte der Gemeinde weniger gekostet als eine neue Straße da das Land den Ausbau bezahlen musste. Die Kommunalwahl 1990 hatten die beiden Parteien auch gewonnen, so dass im Frühjahr 1994 der Ausbau der Hauptstraße beginnen konnte.

In der Zwischenzeit, Anfang des Jahres 1991, kam es bei uns zu betrieblichen Veränderungen. Herr Röhr hatte die Auseinandersetzungen mit der Gemeinde Siek aufgegeben und hatte sich in einem anderen Ort einen neuen Betrieb gekauft. Für die Finanzierung verkaufte er die ehemaligen Flächen von unserem Nachbarn Günther Steenbock an die Landgesellschaft Schleswig-Holstein, und von denen haben wir 2 Flächen am „Ohlenstücken“ eingetauscht. Abgegeben haben wir dafür die Fläche in Schmalenbek und eine Fläche Richtung Meilsdorf. Auf Bitten der Landgesellschaft haben wir die Fläche hinter der Autobahnbrücke für ein paar Jahre wieder gepachtet.

Durch die Zusammenlegung der Flächen in einem Bereich erhoffte ich mir eine bessere wirtschaftliche Zukunft. Die alte Hofstelle lag mitten im Ort, und mit einer Ausweichung in den Außenbereich hätte ich viel bessere Möglichkeiten gehabt, etwa den Bau eines Milchviehstalles mit genügender Auslauffläche, auch eine Güllelagerung hätte niemanden gestört. Doch das Schicksal wollte es anders haben.

Durch die Kommunalwahl 1994 kamen die CDU und die FDP an die Macht, und diese Parteien vertraten eine andere Politik. Der Ausbau der Hauptstraße war für deren Anwohner und denen der angrenzenden Straßen nicht genug, sie forderten eine Umgehungsstraße um die Zahl der Autos auf deren Straßen deutlich zu reduzieren. Es fuhren zwar jeden Tag über 10.000 Autos die Hauptstraße entlang, aber wer sollte eine neue Straße finanzieren? Das Land Schleswig-Holstein finanzierte gerade den Ausbau der Landesstraße, hier war auf viele Jahre hinaus nichts mehr zu holen. Die Gemeinde Siek mit einer Einwohnerzahl von ca. 2.000 Menschen konnten keine Ansprüche mehr stellen, wo selbst große Städte lange Zeit vergeblich darauf warteten. Und mehrere Millionen DM selber finanzieren konnte sich die Gemeinde nicht erlauben. Ein Architekt erklärte, die Zahl der durch Siek fahrenden Autos mag zwar hoch erscheinen, aber die Zahl sei noch nicht so hoch dass man über den Bau einer Entlastungsstraße nachdenken müsse.

Die Pläne der neuen Gemeindevertretung waren nicht neu, sondern schon ein paar Jahrzehnte alt. Es sollte eine Straße gebaut werden von der Autobahn bis zum Sieker Berg, ein halber Ring im Norden und Osten von Siek in einem Abstand von mehreren hundert Metern zur Wohnbebauung, ohne Rücksicht auf die Landwirtschaft, die Flächen wären krumm und schief zerschnitten worden. Die Pläne kollidierten mit meinen eigenen Plänen, ich wollte meinen Betrieb im Bereich „Ohlenstücken“ arrondieren und schließlich hierhin aussiedeln. Der Plan der Gemeinde hätte meine Flächen so zerschnitten dass eine sinnvolle Milchviehhaltung nicht mehr möglich gewesen wäre. Außerdem wollte ich auch nicht unmittelbar an einer vielbefahrenen Schnellstraße wohnen, der Lärm der von der Hauptstraße zu unserem Wohnhaus drang reichte mir schon. So schrieb ich im November 1994 und November 1995 jeweils einen Brief an den neuen Bürgermeister, um ihn meine Ansichten mitzuteilen. Meine Vorstellungen zeigt das nächste Bild:



Die Anwohner wollten ja eine neue Straße haben, also kann sie meiner Ansicht nach auch hinter deren Grundstücken verlaufen, warum soll sie meine Ländereien oder die Flächen die ich erwerben wollte zerschneiden. So hätte ich in Siek bleiben und weiter wirtschaften können. Auf meine Briefe habe ich keine Reaktion erhalten. Für mich wäre aber ein Interessensausgleich wichtig gewesen, weil ich beabsichtigte den elterlichen Betrieb zu übernehmen und am 1. Juli 1997 schließlich auch übernommen habe. So konnten wir unsere Interessen nur gegenseitig blockieren.

Das von der Gemeinde Siek beauftragte Planungsbüro kam zu folgenden Ergebnissen:



Reine Baukosten von ca. 8,80 Mio. DM, andere Kosten wie Grunderwerb sind noch nicht berücksichtigt. Für mich war diese Sache eigentlich ein totgeborenes Kind, weil nicht zu finanzieren. Jedoch hat die Gemeindevertretung Siek die Planungshoheit, und sie konnte mit ihrer Macht meine Pläne im Vorwege zum Scheitern bringen. Sie wollte zwar an der Autobahn entlang, wo ich auch eine Fläche besaß, ein neues Gewerbegebiet ausweisen, und hatte dafür Kontakt mit der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn, kurz WAS, aufgenommen. Aber entlang der Autobahn Hamburg-Lübeck entstanden schon mehrere neue Gewerbegebiete, so groß konnte der Bedarf eigentlich gar nicht sein, außerdem musste das Land Schleswig-Holstein zustimmen – ich habe nicht mit einer Realisierung der Pläne gerechnet.

Mitte Februar 1998, ich war seit gut einem halben Jahr der Eigentümer des elterlichen Betriebes, kam ein Anruf von Frau Seier, Geschäftsführerin der WAS. Ihre Gesellschaft wolle Flächen von mir erwerben für den Bau des Gewerbegebietes und der Umgehungsstraße, und zu diesem Zweck wolle sie sich mit uns, meinen Eltern und ich, treffen. Ein paar Tage später war es dann soweit. Vor uns stand eine sehr freundliche und gut aussehende Dame die man ihr Alter so nicht ansehen konnte. Die Atmosphäre war von Anfang an sehr freundlich, und die Gespräche gingen zügig voran. Das Angebot der WAS war sehr großzügig, und ich hätte gerne sofort angenommen, wenn da nicht meine Probleme gewesen wären. Zum einen musste ich die Abfindung mit meinen Schwestern regeln. Bei der Hofübergabe waren die gesetzlichen Regelungen angewendet worden, meine Schwestern konnten Ansprüche an mich stellen, und das nicht zu knapp. Zum anderen musste ich mein Geld wieder in die Landwirtschaft reinvestieren, und meine Pläne kollidierten ja mit den Plänen der Gemeinde. Wir vereinbarten, da die Kommunalwahl 1998 vor der Tür stand, die nächste Zeit den Lauf der Dinge abzuwarten und uns nach der Wahl wieder zu treffen.

Die Pläne der WAS sahen wie folgt aus:



Die gelb umrandete Fläche ist die Fläche die die WAS erwerben wollte. Sie übernahm nicht nur das Gewerbegebiet, sondern auch einen Teil der Umgehungsstraße. Dadurch sollten mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Die Gemeinde Siek brauchte nur einen Teil der Umgehungsstraße zu bauen, den Teil der nicht gelb umrandet ist. Die WAS hoffte durch Ausweisung eines großen Gebietes ihre Investitionen nicht nur wieder hereinzubekommen sondern Gewinne zu machen, der Bau der Straße hätte einen zusätzlichen Anreiz für ansiedlungswillige Betriebe gegeben. Schließlich wäre auch das Problem mit der Landwirtschaft gelöst. Seit einigen Jahren war ich der einzige vollerwerbstätige Landwirt in Siek (im Dorf Siek, nicht in der Gemeinde Siek), mein finanzieller Spielraum wäre wesentlich größer gewesen. Aber ich hatte immer noch meine Bedenken. Das neue Gewerbegebiet sollte so groß werden wie das jetzige Dorfgebiet, mit Protesten der Anwohner musste gerechnet werden, schließlich mussten die Pläne noch genehmigt werden. Außerdem stand der familiäre Frieden auf dem Spiel. Für mich war klar, ich musste erst die Abfindungen vertraglich regeln, bevor ich Land verkaufen würde.

Die nächsten Gespräche fanden gegen Ende April 1998 im Amtsgebäude Siek statt. Wir einigten uns, die Trasse der Straße über den „Ohlenstücken“ sollte am bestehenden Knick entlang geführt werden mit einem ausreichend großen Knickschutzgürtel. Von meinen Plänen wollte ich auch nicht gerne abweichen, ich hatte ja keine andere Möglichkeit irgendwohin auszuweichen. Daher forderte ich, entweder zusätzlich einen Tunnel unter der Straße oder eine Brücke über die Straße zu bauen. Ich hätte so mit meinen Tieren auch die Flächen hinter der Straße erreichen können, an eine Überwegung der Straße mit den Tieren wegen der vermuteten hohen Verkehrsdichte war nicht zu denken. Dieses war der Gemeinde viel zu teuer, auch weil nur ein Landwirt davon profitiert hätte. Die Installation einer Ampelanlage wurde mir in Aussicht gestellt. Das konnte aber nicht ganz ernst gemeint sein. Wie hätte es denn funktionieren sollen? Ich treibe meine Tiere bis vor den Haltestreifen, die Tiere warten bis die Ampel auf Grün umspringt und gehen dann zügig weiter, während die Autos auf der Schnellstraße geduldig warten? Das kann wirklich nicht ernst gemeint sein. Wir vereinbarten weiterhin gesprächsbereit zu sein und nach anderen Möglichkeiten Umschau zu halten.

Es sollte noch eineinhalb Jahre dauern bis ein wirklicher Durchbruch erzielt werden konnte. Die Abfindungsgespräche mit meinen Schwestern waren wie erwartet schwierig, aber wir hatten immer ein gutes Verhältnis zueinander, jeder wusste, keine Einigung bedeutete kein Geld, und zwar für jeden. Ich war auch schon bereit von meinen beruflichen Plänen Abstand zu nehmen, hätte ich in Siek Land wieder kaufen können, dann hätte ich auf die Milchviehhaltung verzichten können und bräuchte nicht mehr auszusiedeln. Leider war auch dieses nicht möglich. Die Gespräche mit Frau Seier von der WAS und dem Sieker Bürgermeister Peter Rönner und seiner rechten Hand Volkmar Teetzmann waren immer freundlich und positiv, aber der Durchbruch wollte nicht gelingen. Im Sommer 1999 hatte Frau Seier alle Verträge unter Dach und Fach, alle bis auf den mit mir. Irgendwann folgte der Ausspruch von Herrn Teetzmann der die Lage beschrieb: „Heiner, wenn Du nicht die Lösung des Problems bist, dann bist Du das Problem selbst“.

Anfang Oktober 1999 dann doch der Durchbruch. Die Gemeinde Siek hatte einige Zeit vorher am „Ohlenstücken“ ein Grundstück zur Wohnbebauung verkauft, auf der anderen Seite mit meinen Flächen sollte aber nichts geschehen, es sollte Natur bleiben. Ein schriftlicher Einwand von mir, auf meiner Seite hätte auch etwas ausgewiesen werden können, soll nur für Heiterkeit bei einigen Gemeindevertretern gesorgt haben. Jetzt kamen meine Verhandlungspartner von der Gemeinde ausgerechnet mit diesem Vorschlag auf mich zu. Sie wollten die Ausweisung eines kleinen Baugebietes in der Größe von der Fläche die die Gemeinde verkauft hatte unterstützen, wenn ich im Gegenzug die Pläne der Gemeinde Siek so hinnehmen würde wie sie sind. Die Betonung liegt auf „unterstützen“, da sie selber nicht zur Ausweisung berechtigt sind, und eine Ausweisung darf nicht in Abhängigkeit zu der Umgehungsstraße gestellt werden, da Kopplungsgeschäfte rechtlich nicht zulässig sind. Hier sollte ich auf deren Wort vertrauen. Ich habe auch mein Ja-Wort gegeben, die finanziellen Forderungen meiner Schwestern erfüllt, und schließlich am 27. Dezember 1999 je einen Vertrag mit der WAS und der Gemeinde Siek unterschrieben. Ich habe also den Weg für die Zukunft der Gemeinde Siek freigemacht.

Die Genehmigung der Pläne durch das Land Schleswig-Holstein erfolgte im September 2000. In der Zwischenzeit hatte ich einen weiteren Vertrag mit der Gemeinde Siek abgeschlossen. Sie benötigte noch Land als ökologische Ausgleichsfläche, und dazu bot sich meine Fläche „Birkenbusch“ geradezu ideal an. Mein Erstaunen war etwas groß, hatte ich doch diese Fläche schon angeboten für die Errichtung des Regenrückhaltebeckens, welches aber woanders hingekommen ist, und jetzt benötigte man meine Fläche doch. Ich bekam schöne Worte zu hören, meine Fläche sei ökologisch wertvoll und solle aufgeforstet werden, außerdem hätte ich von der Arbeit der Gemeindevertretung Siek profitiert, da habe ich diese Koppel auch für wenig Geld abgegeben. Der Vertrag wurde auch günstig für die Gemeinde gestaltet, auf eine Auflassungsvormerkung konnte verzichtet werden, ich gab mein Wort die Fläche nicht jemand anderem zu veräußern, und ich habe mein Wort gehalten. Die Vertreter der Gemeinde Siek haben auch ihr Wort mit der Ausweisung der Fläche am Ohlenstücken gehalten.

Die WAS konnte nun mit ihren Vorbereitungen beginnen, am 3. Mai 2001 folgte der „erste Spatenstich“, ich nahm auch an dieser Feier teil. In der Zwischenzeit war Frau Seier in ihren verdienten Ruhestand gegangen, Herr Leinius war ihr Nachfolger. Bis der Abschnitt, den die WAS bauen sollte, fertig war, vergingen noch eineinhalb Jahre.

Im Mai 2003 fing dann die Gemeinde Siek mit ihrem Bauabschnitt an. Zum 1. Spatenstich war ich auch anwesend. Es ist schon ein komisches Gefühl, alle Leute gehen über „meine“ Koppel, aber es ist ja nicht mehr „meine“ Koppel weil ich sie vorher verkauft hatte. Sich daran zu gewöhnen ist schon schwer.

Leider hatte das Verhältnis mit der Gemeinde Siek gelitten, das hier zu erörtern würde zu weit führen. Auch mit der Baufirma war nicht immer gut Kirschen essen. Um den Entwässerungsgraben zu baggern habe ich sie mit ihren Maschinen auf meine Koppel gelassen, freundlich wie immer, im Gegenzug wollten sie mir die Fahrt über die fertiggestellte aber noch nicht freigegebene Umgehungsstraße verweigern, trotz Zusage durch den Schachtmeister. Sie mussten mich trotzdem fahren lassen weil es nicht anders ging, ich habe mir etliche unschöne Worte anhören müssen. Zur Eröffnung des Bauabschnitts bin ich schon gar nicht mehr hingegangen.

Der 3. Bauabschnitt, vom Gewerbegebiet bis zur Autobahn, fehlt heute (Januar 2005) immer noch. Die Umgehungsstraße wird von den PKW´s gut angenommen, von den LKW´s dagegen weniger, weil die Kreisel für sie zu eng gebaut worden sind. Und wie sieht es im neuen Gewerbegebiet aus? 2 Firmen haben auf meiner Koppel gebaut, 2 Firmen in der Nähe davon, 1 Gartenmarkt hat vor kurzem die Baugenehmigung erhalten, ansonsten herrscht gähnende Leere. Das Gewerbegebiet ist zu groß und zu teuer geplant und erschlossen worden, die WAS fährt jährlich große Verluste ein. Daher habe ich mich im April 2004 schon etwas gewundert als die WAS ein Gespräch mit mir suchte wegen der Erweiterung des Gebietes. Damals wollte die WAS eine andere Fläche von mir nicht erwerben, weil das Vorhaben zu groß geworden wäre, und jetzt benötigt sie meine Fläche zusätzlich, damit sie überhaupt noch Flächen verkaufen kann. Wir sind uns schnell einig geworden, sie kann die Fläche zu einem günstigen Kurs erwerben wenn sie es schafft neue Betriebe anzusiedeln. Momentan will der Großkonzern Lidl ein Logistiklager von gigantischen Ausmaßen dort bauen, wogegen vor allem die Gemeinde Großhansdorf vehement Stimmung macht. Auch viele Sieker stört die angebliche Zerstörung der Natur. Vor ein paar Jahren, bei der Ausweisung des großen Gewerbegebietes, wurden keine umweltbedenklichen Äußerungen getan, und nun, bei der Erweiterung um eine verhältnismäßig kleine Fläche, erwacht das Umweltbewusstsein.

Wem der Herrgott die Tür zuschlägt, dem öffnet er an einer anderen Stelle das Fenster. So ist es auch mit der Umgehungsstraße: durch sie wurde die Existenzgrundlage meines Betriebes zerstört, durch sie wurde ich aber auch finanziell so gestellt dass ich mir einen neuen Betrieb kaufen konnte und beruflich wieder eine Zukunft habe. Mir wäre es lieber gewesen hätte ich in Siek bleiben können, aber manchmal muss man Verluste hinnehmen um Gewinne zu erzielen.